«Ich möchte zuversichtlich bleiben»

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Barbara Josi

Wenn man an einer Parteiversammlung den Mund aufmacht, hat das manchmal Folgen… Barbara Josi, seit 2013 Gemeinderatspräsidentin von Wimmis, ebnete es den Weg in die Politik.

Wie kamen Sie in die Politik?
Ich gehörte schon länger der SVP an, war aber – im Gegensatz zu meinem ältesten Bruder – nicht politisch aktiv. Ich engagierte mich mehr in den Vereinen. Als ich mich an einer Parteiversammlung zu einer finanziellen Angelegenheit äusserte, wurde das «registriert». 2005 wählte man mich still in den Gemeinderat, 2013 schenkte man mir das Vertrauen als Gemeinderatspräsidentin.

Wie motivieren Sie Junge dazu, sich (politisch) zu engagieren?
Nur wenige Leute sind heute noch bereit, Verantwortung zu übernehmen, Zeit und Energie zu investieren. Oft sind die Jungen der Väter, die mal etwas angekurbelt haben, federführend. In Wimmis haben wir ein reiches Vereinsleben. Auf politischer Ebene ist es schwieriger. Meinem Empfinden nach werden Junge im Gymnasium und an der PH bereits stark gelenkt. Man ermutigt sie für Schritte in die Politik. Auch im Bereich der Berufslehre wäre dies wünschenswert.

Wie gehen Sie persönlich mit Rückschlägen im Leben um?
Bis jetzt hatte ich ein gutes Leben und kann mich nicht beklagen. Was mir aus jungen Jahren in Erinnerung bleibt, ist ein J+S-Kurs, für den ich in Zermatt auf der Skipiste vorfahren musste. Man schloss mich aus dem Kurs aus, weil ich nicht durch die Tore fahren konnte. Ich war ich 22 und habe von Zermatt bis Wimmis geweint.

Wie stehen Sie zum Begriff Hoffnung?
Sie zählt für mich zur christlichen Tugend: «Glaube, Liebe und Hoffnung». Ich verbinde damit eine positive Erwartungshaltung, fokussiere mich auf das Gute im Leben. Ich möchte zuversichtlich bleiben und dem Schlechten nicht zu viel Beachtung schenken.

Welche Ziele verfolgen Sie für Wimmis?
Wir möchten ein lebenswertes Dorf bleiben, keine Steuererhöhung vornehmen müssen und unsere Schulen erhalten oder ausbauen. Wir möchten uns auch baulich weiterentwickeln – angesichts des kantonalen Richtplans eine Herausforderung. Mit 2600 Einwohnern hat Wimmis viele Gewerbebetriebe und drei Restaurants, die sehr gut laufen – das ist ein guter Standard, den es zu halten gilt. (mhe./fw.)

ZUR PERSON
Einer meiner absoluten Lieblingsplätze in Wimmis:
Ahorni
Meine Lieblingsbeschäftigung an verregneten (Sonntag-)nachmittagen:
Zu Hause bleiben und relaxen
Meine Lieblingsmusik:
Bruce Springsteen
Auf diese App möchte ich auf keinen Fall verzichten:
Uhr

ZUR SERIE
Sie engagieren sich für das Wohl der Bevölkerung und sind Hoffnungsträger: Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten. In den «Hope»-Zeitungen lassen wir einige von ihnen zu Wort kommen und fühlen ihnen den Puls

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